Didaktik

Seit jeher dient die Kindeserziehung durch Traditions- und Wertevermittlung zur Vorbereitung auf zukünftige Aufgaben im gesellschaftlichen und privaten Leben. In diesem Zusammenhang ist die pädagogische Disziplin der Didaktik von großer Bedeutung.

Der Begriff „Didaktik“ geht auf die griechische Bezeichnung „didaskein“ (Lehren) zurück und umfasst die wissenschaftlichen Theorien des Unterrichtens und Lernens. Dabei kann zwischen Allgemeiner Didaktik als Theorie des Lehrens und Lernens und Fachdidaktik eines bestimmten Unterrichtsfachs differenziert werden.

Die Geschichte der Didaktik
Schon in der Antike wird die Bildung unter dem Einfluss der griechischen Philosophen zur öffentlichen Aufgabe erklärt und ersetzt bzw. ergänzt die Kindeserziehung im Rahmen der häuslichen Gemeinschaften. Eine Zusammenfassung dieser verschiedenen, zeitgenössischen Bildungstheorien findet man bei Aristoteles.
Der allumfassende Einfluss der Kirche auf das Leben im Mittelalter spiegelt sich auch deutlich in der zeitgenössischen Erziehung. Bildung und Wissensvermittlung liegen klar in der Hand des Klerus und konzentrieren sich auf die Vermittlung christlicher Werte. Alphabetisierung oder wissenschaftliche Beschäftigung erfolgt in der Regel im Rahmen des monastischen Lebens. Für die Geschichte der Didaktik ist dabei der Einfluss der Scholastiker hervorzuheben, die in Anlehnung an Aristoteles schon seit dem 11. Jahrhundert die Wissensvermittlung unmittelbar mit dem Unterrichten auf Basis von Lehrbüchern verknüpfen.

Erst im 17. Jahrhundert kommt es zu einer inhaltlichen Loslösung der Didaktik von den kirchlichen Lehren. Vor allen Dingen die Unterrichtslehren von Wolfgang Ratke und Johann Amos Comenius stellen in ihren Abhandlungen eine unmittelbare Beziehung zwischen Erziehung und Unterricht her. Die zeitgenössische Unterrichtspraxis orientiert sich jedoch weiterhin an der Autorität der Kirche und dem Prinzip des strengen Katechisierens.
Auch die Ansätze der Aufklärung, die gerade in der Erziehung des Menschen zu Freiheit und Mündigkeit ihre Grundlage erkennt, können noch keine bemerkenswerten Veränderungen in der zeitgenössischen Unterrichtspraxis bewirken.

Erst die Reformpädagogik des 19. Jahrhundert prägt mit ihrem Ideal der Erziehung vom Kind aus auch langfristig die Didaktik. Im Rahmen dieser Bewegung entfernt sich die Didaktik zunehmend von der primären Inhaltsvermittlung und entwickelt sich zur Methodenlehre.
Nach 1945 entsteht in der DDR die marxistisch-leninistische Didaktik. In der BRD entwickeln sich zeitgleich zahlreiche, unterschiedliche Didaktiktheorien- und modelle.
Dabei können sich vor allen Dingen die Ideen der Bildungstheoretischen und der Lerntheoretischen Didaktik durchsetzen.

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