Fachdidaktik

Die Fachdidaktik ist ein an Universitäten gelehrter Forschungsbereich, der in Verbindung mit einem bestimmten Fachgebiet steht und dessen inhaltliche Lehre und Wissensaneignung zum Ziel hat.
Eine solche Lehre betrifft vor allem Lehramtsstudierende, die auf ihre jeweils gewählten Unterrichtsfächer hin geschult werden.

Die Fachdidaktik lässt sich den Bereichen der Erziehungswissenschaften, Entwicklungs- und Lernpsychologie beiordnen.
Im Unterschied zur allgemeinen Didaktik bezieht sich die Fachdidaktik speziell auf einen Wissenschaftsbereich und dessen Vermittlung bezüglich einer Zielgruppe.
In der Schule handelt es sich hierbei um die Schüler. Bereichsspezifische Kenntnisse werden in ihrer Funktion reflektiert und in entsprechender Form aufbereitet, um sie weiterzugeben.
Nach Wolfgang Klafki besteht die Fachdidaktik in Bezug auf die Schule aus der Planung, Ausführung und Bewertung des Unterrichts, beziehungsweise der Wissensvermittlung. Er schreibt der Fachdidaktik innerhalb des ihr zugewiesenen Faches folgende Aufgaben zu: Die historische Entwicklung, Forschung, Reflexion und Legitimation der Unterrichtsinhalte, Wirkung des stattfindenden Unterrichts, Anleitung zu guter Unterrichtsführung, Entwurf und Kontrolle der Ausübung von Unterrichtsmodellen.

Aktuell wird Wert auf konstruktivistische Prinzipien in der Fachdidaktik gelegt. Hierbei sollen die Schüler selbst zum Lehrenden werden, indem sie sich Inhalte selbstständig erarbeiten, aneignen und vermitteln. Sie lernen durch das Lehren.

Dem Lehrenden als Lehrer kommen verschiedene Aufgaben zu. Er ist der Moderator, der einen Wissensinhalt im Vorfeld aufbereitet, wobei er die Vorkenntnisse und Fähigkeiten der Rezeptoren kennen und beachten muss. Er ist das Medium, über das sich eine bereichsspezifische Logik aufbaut.

Beschränkungen, wie staatliche Vorgaben und Freiräume im Unterricht müssen von ihm gegeneinander abgewogen werden.

Im Allgemeinen beschäftigt die Fachdidaktik unter anderem das generelle Verständnis von Bildung durch die Menschen, die Beziehungen von Wissensfeldern im Bereich der Fachdidaktik, die Herausnahme von in diesem Bereich unwichtigem Wissen, die Auswahl von Wissensbereichen aufgrund persönlicher Merkmale, die Wahl von Methoden und Medien sowie die Beurteilung des Stellenwertes in der Gesellschaft.